Auszeichnung „Die Oberfläche“ Platz 1

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Platz 1 (v.l.n.r.): Dr. Andreas Weier (Sto), Dr. Martin Metzner (Fraunhofer IPA), Walter Weh, Reiner Schmid, Dr. Christian Schaller, Stefan Basler (Sto).  Quelle: Fraunhofer IPA
Platz 1 (v.l.n.r.): Dr. Andreas Weier (Sto), Dr. Martin Metzner (Fraunhofer IPA), Walter Weh, Reiner Schmid, Dr. Christian Schaller, Stefan Basler (Sto).
Quelle: Fraunhofer IPA

Mit der Auszeichnung »DIE OBERFLÄCHE« prämiert das Fraunhofer IPA seit 2012 alljährlich innovative Anwendungen und Technologien aus dem Gebiet der Oberflächentechnik. Am 20. Juli hat die Forschungseinrichtung die Gewinner der »OBERFLÄCHE 2015« bekanntgegeben. Das Rennen machte die Firma Sto SE & Co. KGaA, die eine intelligente Fassadenfarbe nach dem Vorbild des Nebeltrinker-Käfers entwickelt hat. Platz zwei und drei belegten die Firmen Tubex GmbH und Airbus Group Innovations (AGI) mit einem umweltfreundlichen Verfahren zu Innenbeschichtung von Dosen bzw. einer eisphoben Oberfläche zur effizienten Enteisung von Flugzeugkonfigurationen.

 

Platz 1: Bionische Fassadenfarbe »StoColor Dryonic« der Sto SE & Co. KgaA
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Der Nebeltrinker-Käfer war Vorbild für die neue, intelligente Farbe »StoColor Dryonic«. Quelle: Sto SE & Co. KGaA, Foto: Vladimir Wrangel
Der Nebeltrinker-Käfer war
Vorbild für die neue, intelligente
Farbe »StoColor Dryonic«.
Quelle: Sto SE & Co. KGaA, Foto: Vladimir Wrangel

Für die Sto SE & Co. KGaA war der Nebeltrinker-Käfer Vorbild für die neue, intelligente bionische Fassadenfarbe »StoColor Dryonic«. Um in der Wüste zu überleben, nutzt dieser den Nebel, der auf seinem Rücken kondensiert.  Dabei sammeln die hydrophilen Kuppen auf seinem Panzer das Wasser an. Durch die hydrophoben Täler fließt es wiederum mithilfe der Schwerkraft in Richtung Mund ab. Dieses bionische Prinzip bildet die Grundlage für die neue Fassadenfarbe: Die hydrophil-hydrophobe Mikrostruktur, die durch eine Kombination von organischen und anorganischen Komponenten und einer Selbstorganisation während der Trocknungsphase entsteht, führt das durch Tau und Nebel entstandene Wasser an der Fassade in Rekordzeit ab. Die Fassadenoberfläche trocknet deutlich schneller und ist resistenter gegen Algen und Pilze. Ökologisch nachhaltig ist die Farbe noch dazu, denn sie wird ohne biozide Wirkstoffe und CO2-neutral hergestellt. Die Herangehensweise der Sto SE & Co. KGaA hat die Jury überzeugt: »Die Übertragung dieses oberflächentechnischen Konzepts in die Technik hält zukünftig Fassaden trockener und sichert damit den Wert von Gebäuden nachhaltig«, lobt Jurymitglied Hilt.

Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA

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