Jul 29 2015

Auszeichnung „Die Oberfläche“ Platz 3

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Platz 3 (v.l.n.r.): Marinko Rusmir (AGI), Dr. Martin Metzner, Silke Kern (Fraunhofer IPA), Jana Haag, Tobias Strobl, Elke Hombergsmeier, Dr. Jürgen Wehr, Dr. Elmar Bonaccurso (AGI).  Quelle: AGI

Platz 3 (v.l.n.r.): Marinko Rusmir (AGI), Dr. Martin Metzner, Silke Kern (Fraunhofer IPA), Jana Haag, Tobias Strobl, Elke Hombergsmeier, Dr. Jürgen Wehr, Dr. Elmar Bonaccurso (AGI).
Quelle: AGI

Mit der Auszeichnung »DIE OBERFLÄCHE« prämiert das Fraunhofer IPA seit 2012 alljährlich innovative Anwendungen und Technologien aus dem Gebiet der Oberflächentechnik. Am 20. Juli hat die Forschungseinrichtung die Gewinner der »OBERFLÄCHE 2015« bekanntgegeben. Platz drei belegte die Airbus Group Innovations (AGI) mit einer eisphoben Oberfläche zur effizienten Enteisung von Flugzeugkonfigurationen.

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Platz 3: Eisphobe Aluminiumoberfläche zur energieeffizienten Enteisung von Flugzeugkonfigurationen der Airbus Group Innovations (AGI)
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Tests im Vereisungswindkanal zeigen: Mit der isphoben Oberfläche der Airbus Group Innovations (AGI) kann die Enteisung eines schlanken Flügelprofils um bis zu 42 Prozent effizienter gestaltet werden.  Quelle: Airbus Group, Foto: Wolfram Schroll

Tests im Vereisungswindkanal
zeigen: Mit der isphoben Oberfläche der Airbus Group Innovations (AGI) kann die Enteisung eines schlanken Flügelprofils um bis zu 42 Prozent effizienter gestaltet werden.
Quelle: Airbus Group, Foto: Wolfram Schroll

Der AGI ist es gelungen, eine glatte, eisphobe Aluminiumoberfläche zur energieeffizienten Enteisung von Flugzeugkonfigurationen zu entwickeln. Die neuartige Fläche wird in einem dreistufigen Prozess aus Spiegelpolitur, Nanostrukturierung und Hydrophobierung hergestellt. Die Strukturierung erfolgt im nanoskopischen Bereich. Gleichzeitig wird die Oberflächenrauigkeit kontrolliert, um die glatten Oberflächeneigenschaften im makro- und mikroskopischen Bereich aufrechtzuerhalten. Zusätzlich hat die AGI die eisphobe Oberfläche mit einem aktiven, elektromechanischen Enteisungssystem kombiniert. Dabei wird die Flügeloberfläche verformt, wodurch sich die Eisakkumulationen ablösen. Erste Versuche im Vereisungswindkanal haben die Wirksamkeit der Technologie bestätigt: Bei der Enteisung eines Flügels mit schlankem Profil erzielten die Entwickler eine Effizienzsteigerung von 42 Prozent. Metzner schreibt der Oberfläche einen hohen wirtschaftlichen Nutzen zu: »Energieeffizienz gepaart mit maximaler Bauteilsicherheit ist eines der wichtigsten Kriterien in der Luftfahrttechnik. Beides wird durch die neuartige Oberfläche gewährleistet«, informiert der Juryvorsitzende und Abteilungsleiter des Fraunhofer IPA.

Das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA, kurz Fraunhofer IPA, ist mit annähernd 1 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern eines der größten Institute der Fraunhofer-Gesellschaft. Das Jahresbudget beträgt über 60 Millionen Euro, davon stammt mehr als ein Drittel aus Industrieprojekten. Organisatorische und technologische Aufgaben aus der Produktion sind Forschungsschwerpunkte des Instituts. Methoden, Komponenten und Geräte bis hin zu kompletten Maschinen und Anlagen werden entwickelt, erprobt und umgesetzt. 13 Fachabteilungen arbeiten interdisziplinär, koordiniert durch 6 Geschäftsfelder, vor allem mit den Branchen Automotive, Maschinen- und Anlagenbau, Elektronik und Mikrosystemtechnik, Energiewirtschaft, Medizin- und Biotechnik sowie Prozessindustrie zusammen. An der wirtschaftlichen Produktion nachhaltiger und personalisierter Produkte orientiert das Fraunhofer IPA seine Forschung. In cyberphysischen Produktionsprozessen liegen die Themen der Zukunft.

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