Dez 16 2015

EUnited-Zertifikat für Heißwasserhochdruckreiniger

.

.

Die Brenner der Kärcher-Heißwasserhochdruckreiniger sind besonders effizient und umweltfreundlich – das hat schon Anfang 2015 der Verband EUnited Cleaning bescheinigt. Kärcher war damit der weltweit erste Reinigungsgerätehersteller, dem eine solche Zertifizierung erteilt wurde.
.

Die Brenner der Kärcher-Heißwasserhochdruckreiniger sind besonders effizient und umweltfreundlich – Bescheinigt der Verband EUnited Cleaning. Quelle: Kärcher

Die Brenner der Kärcher-Heißwasserhochdruckreiniger sind besonders effizient und umweltfreundlich – Bescheinigt der Verband EUnited Cleaning.
Quelle: Kärcher

Die Zertifizierung beruht auf mehreren Elementen: Die eingesetzten Brenner müssen einen besonders hohen Wirkungsgrad aufweisen, gleichzeitig dürfen die Emissionen für Ruß und Kohlenmonoxid sehr niedrige Grenzen nicht überschreiten. Diese Kombination führt zu besonders umweltfreundlichen Geräten, die nicht nur geringe Schadstoffmengen ausstoßen, sondern gleichzeitig mit ihrem geringen Verbrauch zu niedrigen Betriebskosten führen.

„Als Weltmarktführer für beheizte Hochdruckreiniger spielt der Umweltschutz bei unseren Produkten eine große Rolle,“ so Volker Steigauf, Leiter Produktmanagement Professional High Pressure Cleaners bei Kärcher. „Wir sind sehr stolz auf das EUnited Zertifikat und sehen es als Verpflichtung, unsere Produkte weiter zu verbessern.“

Der europäische Verband EUnited Cleaning repräsentiert die führenden Produzenten von Bodenreinigungsmaschinen und Hochdruckreinigern für den industriellen und privaten Gebrauch.

Kärcher

..

4 Kommentare

Zum Kommentar-Formular springen

  1. Entscheidungshilfen für den Erwerb eines Hochdruckreinigers für die Reinigung mit Öl, Fett und Schmutz behafteter Oberflächen
    In vielen Fertigungs- und Reparaturwerken werden täglich Maschinen und bearbeitete Gegenstände von Öl, Fett und Schmutz befreit.
    Für diese Reinigungsarbeiten hat sich der Hochdruckreiniger mit Heißwasser durchgesetzt.
    Für das effiziente manuelle Reinigen mit der Hochdrucklanze haben sich Hochdruckreiniger mit bis zu 150 bar und mit einer Wassertemperatur von 80 bis 90 °C bewährt.
    Bei Temperaturen ab 80°C kann in der Regel auf Reinigungsmittel verzichtet werden.
    Das hat den Vorteil, dass der Wäscher keiner unzumutbaren Reizung der Schleimhäute durch Chemikalien ausgesetzt wird und eine langzeitbeständige Öl-in-Wasser-Emulsion vermieden wird.
    Abwasserrechtliche Genehmigung für die Indirekteinleitung des Abwassers
    Trotz Allem entsteht bei den Arbeiten mit dem Hochdruckreiniger eine Öl-in-Wasser-Dispersion und Emulsion, die mit klassischen Öl- und Koaleszenzabscheider nicht unbehandelt in die Kanalisation abgeleitet werden darf.
    Für eine zusätzliche Abwasserbehandlung werden chemische Emulsionsspaltanlagen vielfach vorgeschrieben, die bedienungs-, wartungs- und kostenintensiv sind.
    Um den behördlichen Genehmigungen und Überwachungen zu entgehen, haben sich Vollkreislaufanlagen ohne Kanalanschluss über viele Jahre durchgesetzt und bewährt. Mit diesen Anlagen kann uneingeschränkt mit dem Hochdruckreiniger effizient und kostengünstig gearbeitet werden. Trinkwasser wird eingespart und führt so zu einer ressourceneffizienten Reinigungsart.
    Abgasverordnung über Kleinfeuerungsanlagen
    Mit Öl oder Gas beheizte stationäre und mobile Hochdruckreiniger unterliegen der Verordnung über Kleinfeuerungsanlagen 1.BImSchV.
    Der Hersteller hat den Nachweis zu erbringen, dass der Hochdruckreiniger Stickstoffdioxidwerte NOx im Abgas nicht überschreitet:
    Gasbetrieb: NOx < 60 mg/KW
    Ölbetrieb: NOx < 110 mg/KW

    Bei der Abgasmessung durch den Schornsteinfeger müssen folgende Abgasgrenzwerte eingehalten werden:
    Gas oder Ölbetrieb: bei einer Wärmeleistung bis 50 KW = Abgaswärmeverlust 10 %
    Gas oder Ölbetrieb: bei einer Wärmeleistung über 50 KW = Abgaswärmeverlust 9 %

    Ölbetrieb: die Rußzahl < 1 ohne Ölderivate im Abgas

    Mit den mobilen Hochdruckgeräten werden die Abgase in die unmittelbare Umgebungsluft abgeführt. Der Wäscher neigt dazu, den Waschprozess an der Hochdrucklanze stetig begründet kurzzeitig zu unterbrechen. Hierbei schaltet der mit Heizöl oder Dieselkraftstoff betriebene Brenner ab und wird nach wenigen Sekunden neu gestartet. Bei jedem Startvorgang werden mit Ruß und Ölderivaten belastete Abgase an die Umwelt abgegeben. Die Geruchsentwicklung der nicht vollständig verbrannten Gase ist sehr hoch und gefährdet und belästigt Personen in der Umgebung.
    Wassergekühlte mobile Hochdruckreiniger sind in der Lage bei den typischen Kurzstopps die Brennerenergie zu kompensieren. Bei diesen Hochdruckreinigern schalten die Brenner bei den Kurzstopps nicht ab. Es entsteht eine ungestörte homogene Verbrennung über den gesamten Waschzyklus, der die Umwelt und Klima schont und gleichzeitig die Temperatur des Waschwassers konstant hält. Diverse Bauteile werden durch diese Steuerung vor hohen thermischen Wechselspannungen bewahrt und tragen wesentlich zur Nachhaltigkeit des Hochdruckreinigers bei.

    Meldepflicht zu den mobilen Hochdruckreinigern bei den Bezirksschornsteinfegern

    Mobile mit Gas oder Öl beheizte Hochdruckreiniger fallen unter den Anwendungsbereich der 1.BImSchV, wenn sie länger als drei Monate, die auf die Inbetriebnahme folgen, an demselben Ort betrieben werden. Der Betrieb an demselben Ort ist nicht mit dem Begriff „ortsfest“ gleichzusetzen, setzt also nicht voraus, dass bestimmte Betriebseinrichtungen mit dem Grund und Boden fest verbunden sind. Das bedeutet, dass die Anlage nicht stets denselben Standpunkt haben muss, wenn sie am selben Ort betrieben wird. Es kommt darauf an, ob die Grundlagen für die immissionsschutzrechtliche Beurteilung auch bei gewissen Änderungen des Standpunktes dieselben bleiben. Erfolgt der Betrieb auf demselben Gelände (z. B. Baustellengelände) aber an unterschiedlichen Aufstellungspunkten wird die Feuerungsanlage an demselben Ort betrieben. Das ist in der Regel auch anzunehmen, wenn das Betriebsgrundstück dasselbe bleibt (§ 3 Abs. 5 Nr. 3 des Bundesimmissionsschutzgesetzes – BImSchG). Somit fallen z. B. auch mobile Dampfstrahl- und Hochdruckreinigungsgeräte, die mindestens 3 Monate auf demselben Betriebsgelände betrieben werden, in den Anwendungsbereich der §§ 4 bis 20 sowie die §§ 25 und 26 der 1. BImSchV.
    Der Betreiber dieser Anlagen ist nach § 1 des Schornsteinfegerhandwerksgesetzes verpflichtet, diese Anlagen den zuständigen bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger zu melden.

    Hygiene bei der Nutzung von Hochdruckreinigern

    Grundsätzlich werden bei der Reinigung mit der Hochdrucklanze Wassertröpfchen und Aerosole in großen Mengen erzeugt, die dem Reinigungspersonal im Wirkbereich durch Inhalation in die Lunge geraten.
    Mobile Hochdruckreiniger werden in der Regel mit Trinkwasser versorgt.
    In Trinkwasserleitungen und Schlauchaufroller, die wenig oder selten durchflossen werden, können sich insbesondere in der warmen Jahreszeit Legionellen, Viren, Bakterien und Pilze bilden. Deswegen sind die Wasserversorgungseinrichtungen gründlich zu spülen, bevor ein Hochdruckgerät angeschlossen und betrieben wird.
    Nicht keimfreies Trinkwasser, Regenwasser oder Recyclingwasser sollten grundsätzlich in stationären Hochdruckreinigern mit einer thermischen Entkeimungssteuerung auf mindestens 80°C erhitzt werden.
    Es besteht die Gefahr, dass das Reinigungspersonal durch Bakterien, Viren und Pilze infiziert wird. Gesundheitlich geschwächte Personen können dabei schwer erkranken und erheblich in ihrer Gesundheit beeinträchtigt werden. Die Gefährdung bei solchen Arbeiten ist vom Arbeitgeber zu beurteilen. Diese Arbeiten zählen unter anderem zu Tätigkeiten mit Biostoffen für die entsprechende Maßnahmen abzuleiten sind. In § 6 der Gefahrstoffverordnung und den §§ 4 und 6 der Biostoffverordnung ist diese Forderung gesetzlich verankert.
    Die thermische Entkeimungssteuerung bewirkt bei allen Betriebszuständen die absolute Entkeimung des Waschwassers, bevor es mit hohen Druck aus der Hochdrucklanze austritt.
    Bereits vor Waschbeginn wird das gesamte Hochdrucksystem bis an die Ausstrahldüse in der HD-Lanze mit über 80°C entkeimt und erst danach mit Hochdruck dem Wäscher freigegeben.
    Der Wäscher neigt dazu, den Waschvorgang an der Hochdrucklanze stetig zu unterbrechen. Dieses ist typisch um den Reinigungszustand und den Reinigungsfortschritt des Objektes zu kontrollieren.
    Die Entkeimungssteuerung bewirkt mit der Bypass-Schaltung dass der Brenner und die Hochdruckpumpe weiterlaufen und die Entkeimungstemperatur von über 80°C im Waschwasser beibehalten wird.

    Weitere Vorteile der Bypaßsteuerung kennzeichnen sich dadurch, dass der Ölbrenner bei den typischen Kurzstopps durchläuft. So werden Immissionen der Schadstoffe in die Umgebungsluft vermieden. Die Anhäufung von Rußpartikeln und Ölderivate im Abgas bleiben aus. Es kommt eine ungestörte saubere harmonische Verbrennung über den gesamten Waschzyklus in der Brennkammer des Hochdruckreinigers zustande.

    Der Verschleiß der beweglichen Einheiten im Brenner und in der Hochdruckpumpe wird drastisch gemindert und trägt insbesondere zur Nachhaltigkeit des Hochdruckreinigers bei. Hierdurch werden Intervalle für Wartungs- und Servicearbeiten seltener erforderlich.

    Die Bypaßsteuerung ermöglicht eine Schornsteinfegerschaltung, die bei Betätigung dem Kaminkehrer unabhängig von den Wascheinrichtungen die Abgasmessung ermöglicht.

    Die Bypaßsteuerung bewirkt nach dem Betrieb die automatische Druckentspannung im
    gesamten Hochdrucksystem und öffnet die Pistole an der HD-Lanze für den Neustart mit der
    Anfahr-Entkeimung oder ermöglicht in Vollkreislaufanlagen eine zusätzliche Systemspülung bei längeren Anlagenstillständen.

    Eignung für den Betrieb mit Recyclingwasser

    Hochdruckgeräte, die im Vollkreislauf ohne Kanalanschluss zum Reinigen kohlenwasserstoffbehafteter Oberflächen betrieben werden sollen müssen nachweislich diesen Anforderungen entsprechen und dafür ausgelegt sein.
    Alle mit dem Waschwasser kontaktierenden Werkstoffe und insbesondere die elastomeren Dichtungen müssen beständig gegen die Kohlenwasserstoffe sein, die in den Kreislauf gelangen.
    Die maximale zulässige Partikelgröße des sich im Recyclingwasser befindlichen Schmutz muss mit Vorfiltern für einen gesicherten Betrieb mit dem Hochdruckgerät sichergestellt werden.
    Weiterhin muss der pH-Wert, der Leitwert in µS und der Chlorid-Gehalt in mg/l vom Recyclingwasser dem Hersteller bekannt gemacht werden.

    Aufstellungsort für stationäre Hochdruckreiniger

    Der Aufstellraum für das Hochdruckgerät muss den Vorgaben einer Feuerstätte entsprechen.
    Die Raumgröße sollte mindestens 4 m³ je KW der Gesamtnennwärmeleistung entsprechen.
    Für die Brennerzuluft ist eine ins Freie führende Öffnung von mindestens 150 cm² vorzuweisen.
    Der Aufstellraum mit einer Tür ins Freie in frostsicherer Ausführung.

    Abgaskamin für den stationären Hochdruckreiniger

    Hochdruckgeräte mit einer wassergekühlten Brennkammer erreichen einen sehr hohen Wirkungsgrad. Abgasgrenzwerte von < 4% werden erreicht mit einer geringen Abgastemperatur.
    Diese Geräte bewegen sich an der Grenze der Brennwerttechnik und verbrauchen entsprechend wenig Heizmittel.
    Der Abgaskamin sollte daher aus dem Werkstoff Edelstahl 1.4571 bestehen um Korrosion durch Kondensation zu vermeiden.

    Entkonservierung von mit Paraffin beschichteten Teilen.

    Anlagenteile werden vielfach mit einer Wachsschicht aus Paraffin zum Korrosionsschutz eingelagert.
    Die Entwachsung dieser Teile wird vielfach mit sehr heißem Hochdruckwasser unter Zugabe von Entwachsungsmittel durchgeführt. Diese Arbeiten können in Vollkreislaufanlagen effektiv durchgeführt werden.
    Jedoch muss dem Hersteller des Hochdruckreinigers das Entwachsungsmittel genannt werden.
    Die Werkstoffe im Hochdruckreiniger müssen auf das Entkonservierungsmittel abgestimmt werden.

    Autor: Peter Kähmann Bochum p.kaehmann@kaehmann.de

    • Hertha Kerz on 08/07/2020 at 12:17

    Die Firma Kärcher hat uns zu den oben bereitgestellten Fragen folgende Antworten gegeben:

    Was heißt das: Die Brenner sind besonders effizient und umweltfreundlich?
    Das bedeutet, dass die eingesetzten Brenner einen besonders hohen Wirkungsgrad (größer 91 %) aufweisen müssen, gleichzeitig dürfen die Emissionen für Ruß (max. 1 Bacharach) und Kohlenmonoxid (max. 75 ppm) sehr niedrige Grenzen nicht überschreiten.
    Diese Kombination führt zu besonders umweltfreundlichen Geräten, die nicht nur wenig Schadstoffe ausstoßen, sondern gleichzeitig mit ihrem geringen Verbrauch zu niedrigen Betriebskosten führen.

    Erreicht der Hochdruckreiniger die Anforderungen, die mit der Verordnung über Kleinfeuerungsanlagen 1.BImSchV an ihn gestellt werden?
    Ja, alle Heißwasser-Hochdruckreiniger von Kärcher erreichen diese Norm. Die Anforderungen an das EUnited Label liegen für Kohlenmonoxid sogar über denen des BlmSchV, das heißt der Grenzwert, der für das EUnited Label nicht überschreiten werden darf, ist noch niedriger.

    Warum wird beim Verkauf nicht darauf aufmerksam gemacht, dass mit Heizöl oder Gas beheizte Hochdruckreiniger nach der Montage bzw. Inbetriebnahme dem zuständigen Schornsteinfeger gemeldet werden müssen.
    Eine Inbetriebnahme durch den Schornsteinfeger ist nur nötig wenn das Gerät stationär verwendet wird. Bei Geräten, die als Mobilgeräte konzipiert sind, ist eine Inbetriebnahme durch einen Schornsteinfeger nicht zwingend notwendig.

    Um ein Zertifikat zu erhalten sollten zumindest folgende Abgasgrenzwerte deutlich unterschritten werden:
    Stickstoffdioxid NOx < 110 mg/KW bei Heizöl < 60 mg/KW bei Erdgas
    Abgaswärmeverlust < 9%
    Russzahl < 1 ohne Ölderivate bei den typischen Kurzstopps
    Diese Werte sind in der BlmSchV definiert. Alle Kärcher Heißwasser-Hochdruckreiniger erfüllen diese Norm. Jedes Gerät wird in der Montage so eingestellt, dass die Grenzwerte nicht überschritten werden.

    Freundliche Grüße
    Alfred Kärcher SE & Co. KG

  2. Sehr geehrter Herr Kähmann,

    vielen Dank für Ihren Kommentar.
    Ich habe ihn an das Pressebüro der Firma Kärcher weitergeleitet.
    Jetzt warten wir auf eine Stellungnahme,

    Freundlichst

    H. Kerz

  3. Was heißt das: Die Brenner sind besonders effizient und umweltfreundlich?

    Erreicht der Hochdruckreiniger die Anforderungen, die mit der Verordnung über Kleinfeuerungsanlagen 1.BImSchV an ihn gestellt werden?

    Warum wird beim Verkauf nicht darauf aufmerksam gemacht, dass mit Heizöl oder Gas beheizte Hochdruckreiniger nach der Montage bzw. Inbetriebnahme dem zuständigen Schornsteinfeger gemeldet werden müssen.

    Um ein Zertifikat zu erhalten sollten zumindest folgende Abgasgrenzwerte deutlich unterschritten werden:
    Stickstoffdioxid NOx < 110 mg/KW bei Heizöl < 60 mg/KW bei Erdgas
    Abgaswärmeverlust < 9%
    Russzahl < 1 ohne Ölderivate bei den typischen Kurzstopps

Schreibe einen Kommentar

Your email address will not be published.