Internet of Things (IoT)

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Es ist, was wir daraus machen
Das Internet der Dinge, Internet of Things, IoT ist eine Idee unter der jeder potentielle und tatsächliche Anwender etwas anderes versteht. Grundsätzlich haben jedoch alle Vorstellungen des Begriffs IoT einiges gemeinsam:

  • Geräte der unterschiedlichsten Art sollen in den verschiedensten Umgebungen untereinander, aber auch über weite Strecken kommunizieren und die bisher vom Menschen festgelegten Anweisungen, selbstständig ausführen.
  • Da der Zugriff auf die beteiligten Geräte weiterhin erwünscht und, bei entsprechenden Architekturen auch zwingend erforderlich ist, sollen und müssen sie über Cloudanwendungen oder cloudähnliche Strukturen, mittels Internet oder internetähnlicher Strukturen, von jedem Ort auf der Erde aus, kontrollierbar sein.
  • Daraus folgt: Maschine und gegebenenfalls Mensch agieren gemeinsam in einer virtuellen Realität. Der Mensch wird Teil einer Cloud oder cloudähnlichen Struktur.
  • Geräte, die in solchen Architekturen agieren, sollen Entscheidungen bis zu einem gewissen Grad selbständig treffen und ausführen.

Der Computer als externes Datenverarbeitungsgerät mit Dateneingabe, Datenverarbeitung, Datensicherung, Datenlagerung und Datenausgabe, wird in einer solchen Architektur nicht mehr benötigt und verschwindet, da jedes beteiligte Gerät innerhalb des IoT für sich, faktisch ein kleiner Computer ist, der im Rahmen seiner Programmierung agiert.

Schon wieder eine industrielle Revolution
Vermutlich wird das IoT mit seinen unendlichen Ausprägungen zu einer so großen Revolution der menschlichen Gesellschaft, der Zivilisation und der technischen Welt, wie es seinerzeit der Computer war. Heute jedoch wird vermutlich niemand mehr davon sprechen, dass das IoT nur eine Modeerscheinung für einige wenige Unternehmen aus der Industrie sein wird, wie seinerzeit für den Computer prognostiziert wurde, dass vermutlich nur 20 bis 50 weltweit produziert und eingesetzt würden.

Das Ziel des IoT besteht in der Verschmelzung von realer und virtueller Welt. Damit sollen Arbeitsabläufe vereinfacht, Sicherheiten von Anlagen erhöht und Vernetzungen ausgedehnt werden. dies hat eine Vereinfachung, Verbesserung und Kostenreduktion von Abläufen und Services zur Folge. Geräte und Netzwerke können in einem Umfang manipuliert werden, der ohne Clouddienste und damit ohne IoT nicht denkbar wäre.

Voraussetzung dafür sind jedoch eine hohe Standardisierung sowohl von Gerätezugängen, Servicekomponenten und –diensten und eine weitgehende Vereinheitlichung von Arbeitsabläufen.
Gerätschaften im IoT sammeln durch ihren gegenseitigen Austausch, aber auch durch die Nutzung durch Anwender, ununterbrochen Daten über diese Austausche und Nutzungen.

Das Recht des Einzelnen

Obwohl im laufenden Betrieb aufgrund dessen davon ausgegangen werden kann, dass mit IoT die Sicherheit von Systemen, Strukturen und Architekturen erhöht wird, ist es momentan im Bereich Sicherheit, Stichwort Cybercrime, genau umgekehrt. Die Absicherung der Systeme gegen Angriffe in der und gegen die virtuelle Welt, hat proportional mit der Entwicklung des IoT und der Ausdehnung der Clouds zugenommen. Obwohl zwischenzeitlich auch lebenswichtige Dienste und Anwendungen über vernetzte Strukturen abgewickelt werden, werden kriminelle Delikte in der und gegen die virtuelle Welt immer noch als Kavaliersdelikte angesehen. Dass dabei sowohl Menschenleben gefährdet, ganze Industriebereiche lahmgelegt und Existenzen vernichtet werden, ist bei der Judikative offenbar noch nicht angekommen.

Die typischen Ausreden sind dabei immer gleich: Unmöglichkeit der Zurückverfolgung von Angreifern, dem deutschen (europäischen) Recht entgegengesetzte Rechts- und Gesetzeslagen im Ausland, wenn der oder die Angreifer aus beispielsweise dem asiatischen, russischen, osteuropäischen etc. Raum stammt und nicht zu vergessen unterschiedliche politische Zielsetzungen der verschiedenen Staaten, sodass eine Kooperation hier nicht möglich sei.

Andererseits sehen auch die europäischen Staaten hervorragende Möglichkeiten der Überwachung, der Industrien im europäischen / westlichen Raum, solange Systeme innerhalb des IoT nicht ausreichend abgesichert sind. Somit besteht in keiner Weise ein großes staatliches Interesse, Clouds so weit abzusichern, dass auch ihnen der Zugang erschwert oder gar verwehrt würde. Ein Schelm, der Böses dabei denkt…..

Doch sind es nicht nur die westlichen Staaten, deren Begehrlichkeiten proportional mit der Entwicklung des IoT wachsen. Genauso haben Wirtschaftsunternehmen und Organisationen der unterschiedlichsten Art Interesse, diese Daten abzugreifen und für ihre Ziele zu nutzen. Auch hier dürfte diese Interessenlage mit der Interessenlage der Datenbesitzer nicht korrelieren.

Somit muss eine zentrale Aufgabe des IoT sowohl die Absicherung von Nutzerdaten, sowohl der Gerätedaten, als auch der menschlichen Nutzerdaten sein, als auch die grundsätzliche Sicherung des IoT. Wobei der erste Punkt nicht zwingend durch den Zweiten mit abgedeckt würde. Schließlich ist mindestens es seit Snowden kein Geheimnis mehr, dass sich Staaten das Recht herausnehmen, Unternehmen innerhalb von Internetdienstleistungen, zu zwingen, ihnen Nutzerdaten zur Verfügung zu stellen, oder gleich einen direkten Zugang zu diesen Daten zu erhalten. Mit dem IoT verliert der einzelne Nutzer die Souveränität über seine Daten.

In diesem Zusammenhang eignet sich durchaus der Begriff „4.0-Diktatur“. Der Einzelne, der das IoT nutzt, erklärt sich damit automatisch bereit, Teil einer diktatorischen Welt zu werden. Und diese Strukturen trägt er damit zwingend in die reale Welt. Nutzt er die Ergebnisse der virtuellen Welt doch auch dort.

Demokratie immer wieder neu schaffen
In diesem Zusammenhang wird es unumgänglich für die westliche Welt, den Begriff der Demokratie neu und damit genauer zu fassen, soll es nicht an unterschiedlichen Orten verschiedene demokratische Ausprägungen geben. Hierbei wird häufig von „ein bisschen weniger Demokratie“ gesprochen. Andererseits ist einer der westlichen Grundpfeiler gerade die Freiheit des Individuums. Diese Freiheit ist jedoch in Gefahr, wenn der Einzelne ununterbrochen damit rechnen muss, überwacht, bespitzelt und ausspioniert zu werden. Als Beispiel können durchaus die Strukturen der ehemaligen DDR herangezogen werden. Sie haben auf deprimierende Weise gezeigt, was es bedeutet, sich nicht frei zu fühlen. Dabei ist der Istzustand nicht wichtig, sondern die gefühlte Bedrohung.

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