Investitionssicherheit für Anlagenbetreiber

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Ein mitwachsendes CAE-System für Anlagenbetreiber
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Prozess- und Verfahrenstechnische Anlagen sind üblicherweise für lange Laufzeiten ausgelegt. Dann ist es gut, wenn auch das CAE-System über die Jahre mitwachsen kann. Bild: Fotalia

Prozess- und Verfahrenstechnische Anlagen sind üblicherweise für lange Laufzeiten ausgelegt. Anlagenbetreiber benötigen dafür ein mitwachsendes CAE-System Bild: Fotalia

Prozess- und verfahrenstechnische Anlagen sind üblicherweise für lange Laufzeiten ausgelegt. Währenddessen sollte allerdings jeder Anlagenbetreiber das Motto „Never touch a running system“ immer wieder einmal überdenken und Modernisierungsmaßnahmen in Angriff nehmen, wenn er auch in Zukunft auf der sicheren Seite sein will. Dann ist es gut, wenn auch das CAE-System über die Jahre mitwachsen kann. Für den Anwender bedeutet das sowohl Investitionssicherheit als auch, dass ihm stets die aktuellen Technologien zur Verfügung stehen.

Moderne verfahrenstechnische Anlagen lassen sich nur dann besonders effektiv betreiben, wenn die Daten aus der Planungsphase auch für Betrieb, Instandhaltung und Modernisierung verfügbar sind. Dann stimmen die Anlagenrealität (As-Built) und die Dokumentation zu jedem Zeitpunkt verlässlich überein, kostspielige Neueingaben sowie unnötiger Engineering-Aufwand im Betrieb und bei Erweiterungen werden vermieden und die
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Separate Leitwarten einzelner Anlagenteile wurden zentralisiert und die jeweiligen Datenbanken zusammengeführt. Bild: Fotalia

Separate Leitwarten einzelner Anlagenteile wurden zentralisiert und die jeweiligen Datenbanken zusammengeführt. Bild: Fotalia

Anlagenverfügbarkeit ist höher. Mit ProDOK bietet Rösberg Engineering dafür schon seit über 25 Jahren ein leistungsfähiges PLT-CAE-System, das für einen integrierten Planungsprozess nach einheitlichen Regeln sorgt. NG, die nächste Generation des praxiserprobten Systems, setzt jetzt neben der jahrzehntelangen Erfahrung auf modernste Software-Technologie. Hiervon können sowohl neue Anwender als auch „alte Hasen“ profitieren. Eine ohnehin geplante PLS-Migration oder andere Modernisierungsmaßnahmen sind dann ein guter Zeitpunkt mit einem CAE-System einzusteigen, oder ein bereits vorhandenes auf den neuesten Stand zu bringen. Ein typisches Szenario dafür kann zum Beispiel so aussehen:

Historisches Wachstum

Eine verfahrenstechnische Anlage ist heute seit ungefähr 20 Jahren in Betrieb. Sie wurde damals bereits mit ProDOK geplant. Alle Änderungen, die sich im Laufe der Betriebsjahre ergaben, wurden ebenfalls mit ProDOK dokumentiert, so dass die aktuelle Dokumentation stets dem tatsächlichen Zustand der Anlage entsprach. Im letzten Jahr standen dann wieder einmal weitreichende Modernisierungen an. So sollten beispielsweise separate Messwarten einzelner Anlagenteile zentralisiert und die jeweiligen Datenbanken zusammengeführt werden. Von dieser Maßnahme waren insgesamt mehrere zehntausend PLT-Stellen betroffen.
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Prodok NG ist datenbankzentriert und bietet vollen Funktionsumfang für die Erstellung und Pflege der PLT-Dokumentation Foto: Rösberg

Prodok NG ist datenbankzentriert und bietet vollen Funktionsumfang für die Erstellung und Pflege der PLT-Dokumentation Foto: Rösberg

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Auch bei diesem Projekt arbeitete der Anlagenbetreiber wieder eng mit den Automatisierungsspezialisten aus Karlsruhe zusammen. Auf Basis der langjährigen guten Erfahrungen bei früheren Migrationsprojekten sowie Vorbereitung ließen sich Planung und Koordination der umfangreichen Modernisierungsmaßnahme innerhalb weniger Wochen umsetzen, nahezu ohne den laufenden Produktionsbetrieb zu beeinträchtigen. Der eigentliche Umstieg auf das neue PLT-System beanspruchte dann nur einige Tage. Die Zeit wurde genutzt, um die Mitarbeiter zu schulen. Nach kurzem Stillstand lief der Betrieb mit dem modernisierten System wieder reibungslos an.

Anlagenbetreiber nutzen neue Möglichkeiten
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Bild 4: Das R&I-Modul erleichtert Projektierung, Dokumentation und Verwaltung von verfahrenstechnischen Elementen in Rohrleitungs- und Instrumentenfließbildern. Bild: Rösberg

Bild 4: Das R&I-Modul erleichtert Anlagenbetreibern Projektierung, Dokumentation und Verwaltung von verfahrenstechnischen Elementen in Rohrleitungs- und Instrumentenfließbildern.
Bild: Rösberg

Auch das CAE-System wurde in diesem Zusammenhang auf den neuesten Stand gebracht, wobei natürlich alle bereits vorhandenen Daten übernommen wurden. Seitdem kann der Anlagenbetreiber viele neue Möglichkeiten nutzen, z.B. in Hinblick auf Visualisierung, Modularisierung, Integration in verschiedene Systemlandschaften, Datenbanken und Cloud-Anwendungen.

Eine wichtige Voraussetzung für den Einsatz verschiedener Datenbanken schafft das Microsoft Entity Framework als O/R Mapper. Es unterstützt Microsoft SQL-Server und Oracle, lässt sich aber auch an andere SQL-Datenbanken adaptieren. Weitere Vorteile bringen das Microsoft.NET Framework 4.5 und eine Nutzeroberfläche basierend auf dem Windows Presentation Foundation (WPF), das die Trennung von Funktion und Design ermöglicht und durch Vektorgrafiken bei jeder Auflösung für eine ideale, individuell anpassbare Darstellung sorgt. NG ist außerdem cloudfähig. Damit ist gleichzeitiges Arbeiten an mehreren Standorten auf der ganzen Welt möglich und Projektdaten können standortübergreifend verwendet werden. So ist der Anlagenbetreiber für die Zukunft gut gerüstet, zumal immer weitere Module entwickelt werden.

Praxisgerechtes Modul: R&I-Fließbilder schnell erstellen

Dazu gehören zurzeit ein Modul für die Erstellung von R&I-Fließbildern (Rohrleitungen und Instrumente) und ein weiteres für die Planung der verfahrenstechnischen Elektrotechnik. Das R&I-Modul erleichtert Projektierung, Dokumentation und Verwaltung von verfahrenstechnischen Elementen in Rohrleitungs- und Instrumentenfließbildern. Die Engineeringdaten stehen online zur Verfügung und garantieren damit Durchgängigkeit und Integration über den gesamten Lebenszyklus der Anlage. Dadurch bleiben die Daten immer aktuell, es entsteht kein zeichnerischer Mehraufwand und nichts muss konvertiert werden. Die Qualität und Zuverlässigkeit der Planung erhöht sich, da bei Verfahrenstechnik und PLT nur ein System verwendet wird. Der Fließbildeditor aktualisiert sich automatisch bei Änderungen von Daten. Zur Arbeitserleichterung tragen zahlreiche weitere Features bei, wie z.B. Funktionen zur Massendatenbearbeitung, komfortable Abfragemöglichkeiten, Exporte in unterschiedliche Datenformate, beliebig erweiterbare Symbolbibliotheken sowie schnelle Änderungs- und Ergänzungsmöglichkeiten der Stammdaten.

Elektrotechnik- und PLT-Planung sprechen die gleiche Sprache
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Bild 5: Das Elektrotechnik-Modul erhöht Qualität, Zuverlässigkeit und Effizienz der Planung elektrotechnischer Elemente bei Projekten der Prozessautomatisierung. Bild: Rösberg

Bild 5: Das Elektrotechnikmodul erhöht Qualität, Zuverlässigkeit und Effizienz der Planung elektrotechnischer Elemente bei Projekten der Prozessautomatisierung.
Bild: Rösberg

Für die elektrotechnische Planung bietet der Markt mächtige Werkzeuge. Auf die Projektierung verfahrenstechnischer Projekte sind sie jedoch keineswegs abgestimmt. Der Anwender muss das komplette System pflegen, auch wenn er nur wenige Prozent der Möglichkeiten nutzt. Hier bietet das Prodok-Modul E-Technik eine praxisgerechte Alternative. Elektrotechnik- und PLT-Planung sprechen die gleiche Sprache; Pläne lassen sich einheitlich gestalten, es gibt keine Systembrüche und die Zahl der Systeme, mit denen sich der Anwender auseinandersetzen muss, reduziert sich. Letztendlich lässt sich dadurch gegenüber einer getrennten Lösung viel Zeit und Geld sparen.
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Autor: Dipl.-Ing. (BA) Martin Dubovy, Leiter Produktmanagement Plant Solutions bei der Rösberg Engineering GmbH

Autor: Dipl.-Ing. (BA) Martin Dubovy, Leiter Produktmanagement Plant Solutions bei der Rösberg Engineering GmbH

Dabei bietet das E-Technik-Modul alles, was es für eine effiziente Projektierung, Dokumentation und Verwaltung elektrotechnischer Elemente in der Verfahrenstechnik braucht, angefangen von der Planung der Infrastruktur und der Stromlaufplanerstellung über Datenbearbeitung und -filterung bis hin zu Auswertung, Datenexport und Dokumentation einschließlich farblicher Markierung von Änderungen. Auch hier gewährleistet der revisionssichere Datenimport, dass Planungsdaten aus Fremdsystemen reibungslos übernommen werden. Diskrepanzen lassen sich zudem farblich visualisieren. Durch die vollständige Integration beider Systeme reduziert sich obendrein der Aufwand bei der Dokumentationserstellung und -pflege. Anlagenbetreiber und -planer können davon gleichermaßen profitieren.

 

 

 

 

Rösberg Engineering GmbH

Rösberg Engineering, im Jahre 1962 in Karlsruhe gegründet, bietet mit rund 100 Mitarbeitern an fünf Standorten in Deutschland und China maßgeschneiderte Automatisierungslösungen.

Dazu gehört das Basic- und Detail-Engineering für die Automatisierung von prozess- und fertigungstechnischen Anlagen. Die zertifizierten Functional Safety Professionals von Rösberg Engineering unterstützen bei allen Fragen der Anlagensicherheit. Bei der Konfiguration, Lieferung und Inbetriebnahme von Prozessleitsystemen vertrauen viele Unternehmen auf Rösberg als herstellerunabhängigen Systemintegrator. Zudem verfügt Rösberg über umfangreiche Projektierungs- und Anwendungserfahrung beim Einsatz speicherprogrammierbarer Steuerungen aller marktgängiger Fabrikate.

Im Bereich Informationstechnik ist Rösberg Engineering seit über 25 Jahren mit dem PLT-CAE-System international erfolgreich. 2007 präsentiert Rösberg mit LiveDOK ein System, das effizienten Zugriff auf die elektronische Anlagendokumentation bietet sowie deren Pflege und Konsistenz während des gesamten Lebenszyklus gewährleistet. Seit 2012 unterstützt der Plant Assist Manager (PAM) den Anwender beim Dokumentieren und Durchführen von optimierten Prozessabläufen (Workflows). Unter dem Namen Plant Solutions begleiten, LiveDOK und PAM Anlagen nicht nur bei Planung, der Errichtung und Änderung, sondern auch während der gesamten Betriebszeit. Weitere Informationen bei roesberg

 

Leseranfragen bitte direkt an Rösberg

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