IO-Link in der Prozessautomatisierung

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IO-Link ist kein Feldbus, sondern eine Weiterentwicklung einer Anschlusstechnik für Sensoren und Aktoren. Diese Technologie, nach Standard IEC 61131-9, kommuniziert Punkt zu Punkt in Anlehnung an den Drei-Leiter-Sensor-und-Aktor-Anschluss. Bestechend ist die weitestgehend einfache Implementierung in das System, bei dem keine zusätzlichen Anforderungen an das Kabelmaterial bestehen. Weitere Vorteile sind eine einfache Verdrahtung, eine automatische Parametrierung und erweiterte Diagnosen. Die Systemarchitektur dagegen kann bunt gemischt sein und erlaubt die unterschiedlichsten Zusammenstellungen von Devices.

Die Verbindung zwischen IO-Link Master und den unterschiedlichen Geräten erfolgt über eine ungeschirmte, dreiadrige Leitung. Die Anschlussbelegungen (M5, 8, 12) sind standardisiert, wobei vorzugsweise M12 Steckverbindungen eingesetzt werden, da sie uneingeschränkt einsetzbar sind. IO-Link Master Ports können sowohl binäre Schaltsignale als auch Analogwerte verarbeiten, wobei die Kommunikation über den gleichen Port stattfindet.

Pro Zyklus stehen standardisiert 2 Byte Prozessdaten zur Verfügung, wobei für die Kommunikation zwischen IO Link Master und Geräten eine Geschwindigkeit von 400 μs (Mikrosekunden) und 230 kbaud notwendig ist, wobei aber auch Datenpakete bis 32 Byte übertragen werden können. Auch ist die Funktion der Datenkopie auf das neue Gerät bei einem Gerätetausch sehr nützlich.

Jedes IO-Link-Gerät ist mit einer IODD (IO Device Despription – Geräteidentifizierungsdatei) ausgestattet, die das Gerät jederzeit eindeutig identifiziert und die der Nutzer jederzeit auslesen kann.

 

Die IO-Link Technologie findet zunehmende Verbreitung in der Fertigungsautomatisierung. Mittlerweile sind weltweit bereits mehr als 2 Millionen Geräte installiert. Mit ihren umfangreichen Funktionalitäten für Parametrierung und Diagnose bieten IO-Link Geräte Vorteile bei der Installation, Inbetriebnahme sowie im laufenden Betrieb.
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IO Link "SIMATIC PCS 7© Siemens AG 2015, All rights reserved"

IO Link
„SIMATIC PCS 7© Siemens AG 2015, All rights reserved“

Die starke Marktdurchdringung von IO-Link in der Fertigungsindustrie führt zu einem sehr breiten Angebot preiswerter und leistungsfähiger Sensoren.

Viele Anforderungen und Anwendungsfälle in der Prozessautomatisierung werden von diesen Sensoren ebenfalls abgedeckt. Gerade in „hybriden“ Branchen, in denen Fertigungs- sowie Prozesstechnik verschmelzen, wächst daher das Interesse an einem günstigen und universellen IO-System wie IO-Link.

Um jedoch eine neue Technologie in Prozessleitsystemen zu etablieren, sind vor allem nahtlose Integration sowie ein effektives und durchgängiges Engineering unerlässlich.

Automatische Generierung von Geräte- und Prozessmeldungen, Begleitwerte zur Signalauswertung und eine systemkonforme Weiterleitung der Werte sind im Bereich der Prozessautomatisierung von großer Bedeutung.

Codewerk beispielsweise bietet eine Bibliothek zur Integration von IO-Link-Geräten in das Prozessleitsystem PCS 7 von Siemens, mit der diese Anforderungen erfüllt werden.

Weitere Informationen bei Codewerk oder bei info(ett)codewerk.de

 

Peter Hensel – Codewerk

Hertha-Mergarethe Kerz – Pressebüro Hammaburger Texte – PHT

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