Kompakte ECI-Motoren stellen Hydraulikdruck bereit

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Die elektrohydraulische Steuerung in Automatikgetrieben (ATG) von Kraftfahrzeugen erfordert einen permanent anliegenden, konstanten Öldruck, um die Aktorik zu versorgen. Werden die dafür eingesetzten Pumpen vom Verbrennungsmotor angetrieben, hat das Nachteile: Sie müssen nach einem Stillstand hochfahren oder aber dauernd im Stand-by-Betrieb mit Bypassventil weiterlaufen. Gerade bei den neuen Energiesparkonzepten wie Start-Stopp-Automatik, bei Hybridantrieben oder im „Segelbetrieb“ des Getriebes sind daher neue Lösungen gefragt. Hier punkten kleine, leistungsfähige Elektromotoren, die für den nötigen Öldruck sorgen.

Robustes Ölpumpensystem glänzt mit dynamischem Betrieb auch bei hohen Öltemperaturen.   Quelle: ebm-papst
Robustes Ölpumpensystem glänzt mit dynamischem Betrieb auch bei hohen Öltemperaturen.
Quelle: ebm-papst

Der Steueröldruck in Kfz-Automatikgetrieben muss immer anliegen, unvermeidliches Lecköl daher ersetzt werden. Rein elektrisch angetriebene Ölpumpen arbeiten nur dann, wenn tatsächlich Öl benötigt wird. Deshalb haben die Antriebsspezialisten von ebm-papst ein alternatives Konzept zur mechanisch betriebenen Steuerdruckpumpe entwickelt: Elektronisch kommutierte Gleichstrommotoren (ECI) in der Ölwanne treiben dabei eine Ölpumpe nur bei Bedarf und unabhängig von einer mechanischen Anbindung an. Das öffnet die Tür für ein optimales, elektronisches Getriebemanagement.

Die Experten setzen hier auf dynamische Innenläufermotoren, die in der Ölwanne arbeiten. Die Antriebe müssen dabei zuverlässig bei kaltem, Öl mit niedriger Drehzahl bei hohem Drehmoment und bei heißem Öl mit hoher Drehzahl bei niedrigem Drehmoment arbeiten. Der variierende Bauraum in der Ölwanne der ATG fordert dabei häufig Extreme: Einen kurz bauenden Motor mit großem Durchmesser oder das Gegenteil, einen eher lang gestreckten schlanken Motor.

Als Basiskomponenten stehen daher die Motoren NAG3, IEP und DL382 mit Paketdurchmessern von 40 bis 76 mm und unterschiedlicher Länge zur Verfügung. So lassen sich Leistung, Drehmoment und Bauform den Anwendererfordernissen anpassen. Die Nassläufermotoren decken den Bereich von 100 mNm bis 2000 mNm bzw. 40 bis 500 W Abgabeleistung lückenlos ab.

Temperaturfeste Hochleistungsmagnete erlauben den Einsatz von weit unter 0 °C bis zu über 100 °C Betriebstemperatur. Ausgesuchte Materialien und Lacke widerstehen selbst aggressiven Additivzusätzen im Öl. Kundenspezifische elektrische Kontaktierungen oder Ausführungsvarianten sind möglich, wie z.B. die Integration eines Pumpenflansches in das Motorlagerschild zur Reduktion der Schnittstellenzahl. Die abgestimmte Prozessführung bei der Motorenfertigung und ein angeschlossenes Analyselabor, das ständig die Produktion überwacht, gewährleisten eine hundertprozentige Qualitätssicherung.

ebm-papst

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