PCB Design Awards für vier Leiterplattendesigner

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Der Fachverband für Design, Leiterplatten- und Elektronikfertigung (FED) hat auf seiner Jahreskonferenz in Bonn die PCB Design Awards 2016 für Leiterplattendesigner verliehen. Der vom FED gestiftete Preis würdigt alle zwei Jahre Leiterplattendesigner für herausragende Arbeiten.
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Gewinner des PCB Design Award 2016 – diese hoch angesehene Referenz dürfen vier Leiterplattendesigner aus Deutschland und Österreich in ihre Vita schreiben:
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Herr Fuchs in Vertretung für Manfred Hofstätter Quelle F.E.D.

Herr Fuchs in Vertretung für Manfred Hofstätter
Quelle F.E.D.

Manfred Hofstätter, seit 35 Jahren bei der Firma Siemens, brillierte in der Kategorie 3D / Bauraum mit einem Design für ein Embedded System zur Integration und Steuerung von Nanosatelliten. Schon 2007 erhielt er den PCB Technology Leadership Award. PCB-Designer sorgen für eine ökonomische, funktionierende Anordnung von Bauteilen auf einer Leiterplatte. Dabei gibt es zwar keine Bestimmungen, wie die einzelnen Teile angeordnet werden müssen, aber es gibt bestimmte Gesetzmäßigkeiten, gegen die nicht verstoßen werden darf, soll die Platte später einwandfrei funktionieren.

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Alexander Tonino Quelle F.E.D.

Alexander Tonino
Quelle F.E.D.

Alexander Tonino von der Firma technosert electronic überzeugte in der Kategorie High Power. Sein Design der Platine einer CAN-basierten Lüftersteuerung für Nutzfahrzeuge, die sich selbst überwacht und reinigt, ist zentrales Element eines Kühlgebläses. Einsatz findet sie in Fahrzeugen zur Straßenreinigung und für Mäharbeiten. Bei der Implementierung musste eine Baugruppe, bestehend aus zwei Powerblöcken mit acht Hallbrücken und der dazugehörigen Steuereinheit, auf extrem begrenztem Raum des Kunststoffgehäuses Platz finden. Dabei durfte sich Hitze nicht stauen und somit die Betriebstemperatur 80° C nicht übersteigen.

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Thomas Spangenberg Quelle F.E.D.

Thomas Spangenberg
Quelle F.E.D.

Thomas Spangenberg von der Firma Kappa optronics, erreichte mit seinem Design den Spitzenplatz in der Kategorie Hohe Verdrahtungsdichte, hohe Übertragungsraten, HDI. Es handelt sich um eine Baugruppe für ein Gesamtsystem in der Luftfahrt, die 12 komplexe Videostreams auf 5 identische Ausgangskanäle umsetzt. Schon 2012 gehörte Spangenber mit dem DTPU-Board der Tauri-HD (1080i) zu den drei Finalisten des Awards. In der Kategorie HDI werden Schaltungen mit extrem hoher Integrationsdichte oder sehr hohen Übertragungsraten prämiert. Das DTPU Board der Tauri gehörte damals zu den aussichtsreichsten Kandidaten.

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Alois Spieß Quelle F.E.D.

Alois Spieß
Quelle F.E.D.

Alois Spieß, seit 19 Jahren bei der Firma TQ-Systems. In der Kategorie Besondere Kreativität siegte sein Leiterplattendesign einer Motoransteuerung für E-Bikes mit einer hohen Leistungsdichte und Leistungsfähigkeit bei geringer Baugröße. Dazu schreibt TQ-Systems auf seiner Seite: „Die Power des E-Bike Antriebs, lässt sich mit herkömmlichen E-Bike-Antrieben nicht vergleichen. Schon die kleine 250-Watt-Variante überzeugt mit ihrem patentierten Pinring-Getriebe durch große Power, clever abgestimmte Konstruktion und einem Gehäuse von eleganten 144 Millimetern Durchmesser“.

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Eine sechsköpfige Fachjury nahm die Bewertungen vor, nach technischem Anspruch, Fertigbarkeit und Dokumentation – unabhängig, streng vertraulich und anonym. Bis zur Preisverleihung wussten die Juroren selbst nicht, welche Person hinter welchem Design steckte. Besonders erfreulich: Nicht nur die „alten Hasen“ brillierten mit ihren Fähigkeiten, auch den Jüngeren unter den Leiterplattendesignern zollte die Fachjury großes Lob und Respekt für das Herangehen an die Aufgabe und die clevere Umsetzung.

Wertschätzung für die Leiterplattendesigner

„Beim PCB Design Award steht der Leiterplattendesigner im Mittelpunkt. Der Award erweist den Designern die gebührende Wertschätzung und öffentliche Aufmerksamkeit“, sagt Erika Reel, Initiatorin des Award und FED-Vorstand Design. Der Leiterplattendesigner muss die Brücke schlagen von der Elektronikentwicklung zur Fertigung. Bei ihm fließen alle Anforderungen zusammen: die Vorgaben der Schaltungsentwickler und Konstrukteure, der Technologen in der Leiterplattenfertigung und der Bestückungstechnik. Alles zusammen findet mit den Lötprozessen, der Prüftechnik und der Montage die Vollendung. Nur ein gut durchdachtes und dokumentiertes Leiterplattendesign garantiert eine wirtschaftliche und fehlerfreie Produktion der Leiterplatte und deren Weiterverarbeitung zur elektronischen Baugruppe. Kurz gesagt: Leiterplattendesign ist nicht alles, aber ohne gutes Design ist alles nichts.

Zum dritten Mal nach 2012 und 2014 hatte der FED den wertvollen Berufspreis ausgeschrieben und alle Leiterplattendesigner in Deutschland, der Schweiz und Österreich eingeladen, eine Arbeit einzureichen. Unterstützung bekam das PCB Design Award-Projekt 2016 von prominenten Patenfirmen, den EDA-Größen Zuken, FlowCAD und Polar Instruments sowie drei Leiterplattenherstellern aus Deutschland der Schweiz und Österreich: Jenaer Leiterplatten, Varioprint und Häusermann.

„Wir freuen uns über die tollen eingereichten Arbeiten“, resümiert die Jury. Noch immer gäbe es Bedenken, dass Unternehmen ihren Vorsprung verlieren könnten, wenn Sie ihre Designs zeigen. „Diese Angst ist völlig unbegründet“, versichern die Preisrichter, „denn wir nehmen keine Designdaten an.“ In der Bewerbung geht es nur darum, die gestellte Aufgabe und Lösung anhand von ca. 50 Kriterien aus dem Bewerbungsbogen zu beschreiben und mit Detailbildern sowie zwei Fotos der Baugruppe zu veranschaulichen.

Interessensvertreter der Leiterplattendesigner

Dass der FED einen Preis für Leiterplattendesigner verleiht, liegt nahe, schließlich gründete sich der Verband vor 24 Jahren als Interessensvertreter der Leiterplattendesigner. 1999 veranlasste der Mangel an Fachkräften auf diesem Gebiet den FED ein berufsbegleitendes Qualifizierungsprogramm für Leiterplattendesigner zu starten. Damit setzt der Fachverband bis heute eine anerkannte Referenz für die Industrie.

Dieses Training für die Leiterplattendesigner wurde in den letzten Jahren um neue Inhalte erweitert, die besonders für den europäischen Raum wichtig sind. Heute heißt der wertvolle Abschluss Zertifizierter Elektronik Designer (ZED), der in vier Stufen abgelegt werden kann und ein fachliches Breiten- und Spezialwissen im Design von Leiterplatten und elektronischen Baugruppen bescheinigt. „Viele Teilnehmer am PCB Design Award kennen wir aus den Kursen und die ersten Gewinner der PCB Design Awards geben ihr Wissen schon an die nächste Designer-Generation weiter“, freut sich Erika Reel und arbeitet mit ihrem Team bereits am nächsten PCB Design Award 2018.

Mehr zum PCB Design Award finden Sie auf unserer Internetseite http://pcbdesignaward.de

Gewinner und Nominierte des PCB Design Awards 2016
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vordere Reihe v.l. Thorsten Ostermann – Nominierter Kategorie Besondere Kreativität; Alexander Tonino – Gewinner Kategorie High-Power; Andreas Heschl – Nominierter Kategorie High-Power; Michael Matthes – Nominierter Kategorie 3-D/Bauraum;

hintere Reihe v.l. Thomas Blasko – Nominierter Kategorie Hohe Verdrahtungsdichte/Hohe Übertragungsraten/HDI; Alois Spieß – Gewinner Kategorie Besondere Kreativität; Alfred Fuchs – Nominierter Kategorie High Power und in Vertretung für Manfred Hofstätter – Gewinner Kategorie 3-D/Bauraum; Thomas Spangenberg – Gewinner Kategorie Hohe Verdrahtungsdichte/Hohe Übertragungsraten/HDI; Alfred Holzberger – Nominierter Kategorie 3-D/Bauraum; Michael Schwitzer – Nominierter Kategorie Hohe Verdrahtungsdichte/Hohe Übertragungsraten/HDI.

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FED – Fachverband für Design, Leiterplatten- und Elektronikfertigung

Der FED, 1992 als Fachverband Elektronik-Design e.V. (FED) gegründet, zählt mit über 650 Mitglieder in DACH und anderen Ländern, sieht seine Aufgabe in der beruflichen Aus- und Weiterbildung, durch die Bereitstellung praxisnaher IPC-Richtlinien. Weiterhin fördert er den Erfahrungsaustausch innerhalb der Elektronikbranche, um deren Wettbewerbsfähigkeit zu garantieren.

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