Symposium – Zum Verhältnis von Grundlagen- und Anwendungsforschung

Wann: Donnerstag, 5. Februar 2015

Zeit: 10.00 – 16.45 Uhr

Wo: Plenarsaal der Akademie
Geschwister-Scholl-Straße 2
55131 Mainz

Programm

Das Verhältnis von Grundlagen- und Anwendungsforschung ist für die praktische Relevanz der Wissenschaft von großer Bedeutung. Die Verbindung zwischen wissenschaftlichen Prinzipien und konkreten Techniken oder Verfahren ist komplex, vielgestaltig und dem historischen Wandel unterworfen.

Beide Bereiche blieben nicht selten unabhängig voneinander, aber oft findet sich auch die Übernahme von Ergebnissen der Grundlagenforschung in die anwendungsorientierte Forschung sowie umgekehrt die Befruchtung der Grundlagenforschung durch anwendungsorientierte Forschung. Der starke Anwendungsdruck auf die Wissenschaft wirft das Problem auf, ob und wie unter solchen Bedingungen die Freiheit der Forschung gewahrt werden kann.

Die Auswahl der Teilnehmer des Symposiums verdeutlicht, dass man sich diesem wichtigen Thema am besten interdisziplinär annähert. So werden geisteswissenschaftliche und naturwissenschaftliche Disziplinen vertreten sein, die ihre jeweilige fachspezifische Perspektive zur Geltung bringen.

Das Symposium, das von Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Franz Gustav Kollmann und Prof. Dr. Martin Carrier konzipiert wurde, will in der derzeitigen Wissenschaftsdebatte einen Beitrag dazu leisten, die oftmals fruchtbare, unter Umständen aber auch problematische Beziehung zwischen Allgemeinem und Konkretem, zwischen Erkennen und Handeln mit Blick auf aktuelle Fragestellungen und interdisziplinäre Zusammenhänge zu beleuchten.

Zu den Referenten gehören der Historiker Anselm von Doering-Manteuffel, der Präsident der TU München Wolfgang A. Herrmann, der Mediziner und Nobelpreisträger Harald zur Hausen, der Mathematiker Stephan Luckhaus, der Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung Christoph M. Schmidt, der Mediziner und Pharmakologe Matthias Schwab sowie der Wissenschaftshistoriker Friedrich Steinle. Die Moderation der Schlussrunde übernimmt die Leiterin der Redaktion Wissenschaft und Bildungspolitik beim BR, Jeanne Rubner.

Der Eintritt ist frei.

Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz

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