Teddys auf Sozialen Medien

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Es ist ein Kreuz! Wir kennen es alle – und es geschieht dauernd. Immer wieder! Jetzt in diesem Augenblick! Und ZACK! Wech is er…..

Wir kennen sie alle, wöchentlich, täglich, stündlich. Immer häufiger gehen wir hin! Und ZACK! Schon sind wir wieder drauf – auf den sozialen Medienplattformen. Twitter, Facebook, Xing….. Es gibt sie. Sie sind unter uns. Und ihr Status innerhalb der Gesellschaft, aber vor allem für die Unternehmen, ist unzweifelhaft.

WARUM? WESHALB? WIESO geschieht es dann, dass Mitarbeiter offenbar so überhaupt nicht darin geschult werden, sich auf diesen Plattformen firmenadäquat zu bewegen?! Oft im Vorbeigehen, ruft der Chef wohl: „Karl-Heinz! Wir müssen wieder auf Plattform. Schmeiß mal da ’ne Pressemi rein. Über das neue Messgi. Aber flott! Heute muss noch der Mengenbericht raus. Mach‘ das auch ma gleich mit!“ Und schon ist er in sein Büro entfleucht.

Karl-Heinz, ganz der beflissene Mitarbeiter, holt sich dann auch aus der Marketingabteilung die letzte Pressemitteilung über das neue super „Messgerät 3000 flutsch“. Keine zwei Minuten später steht sie dann auch mit allen Zeilenumbrüchen, wo diese nicht hingehören, abgehackt und zerzwirbelt, irgendwo in irgendeiner Gruppe – vielleicht auf Xing, in irgendeinem Thread. „Hach!,“ denkt sich Karl-Heinz. „Feddich! Dann kann ich endlich den Mengenbericht schreiben.“ Und ZACK! Wech is er….. und wendet sich seinem Schreibtisch zu.

Und dann kommt der Journalist auf die Plattform: „Ey Alda! Ein neues Messgi, das is ja goil! Und was für Funktionen das hat. Das passt prima in unsere Zeitschrift – und Platz ist auch noch.“ Also ein Beitrag druntergesetzt: „Sehr geehrter Herr Karl-Heinz! Wenn Sie mir eine Pressemitteilung als Fließtext schicken, dazu ein, zwei Bilder als JPG mit Bildunterschrift und Quelle – frei von Rechten Dritter, kann ich Ihr neues Messgerät in unserer nächsten Ausgabe der „Industrieflux“ veröffentlichen. Hätten Sie noch weitere Informationen dazu, würde ich mich über diese auch freuen. Meine Mail: Freu@industrieflugs.de.“

Die Tage, Wochen, Monate gehen ins Land. Weihnachten naht. Nur leider hat Karl-Heinz so gar kein Interesse an einem weitergehenden Marketing gezeigt. Und für Freu, den Journalisten, war es nur eine Info von vielen – sodass er sie kurz nach Verlassen der Plattform auch schon wieder vergessen hat. Und so schimmelt die Information in dieser Gruppe auf der sozialen Medienplattform vor sich hin. Karl-Heinz hatte irgendwann zwar mal gesehen, dass da ein Journalist war, der Interesse zeigte, aber er, Karl-Heinz, gehört ja eigentlich gar nicht zum Marketing oder zur Presseabteilung. Was interessiert ihn das also? Und dann weiß er ja gar nicht, ob er die Mitteilung überhaupt verschicken darf. Und fragen? Nee, nicht wirklich gut! Nachher hält ihn sein Chef noch für doof….. Also lieber stillhalten und nix gesehen haben.

Und so liegen noch viele, viele Messgeräte auf Lager, die alle hätten verkauft werden können. Ach übrigens, Karl-Heinz! In drei Monaten ist für Dich hier in der Firma Schicht im Schacht. Die Umsätze sind so gar nicht nach dem Geschmack der Firmeninhaber – und da müssen wir Personal einsparen…..

So wäre es für Karl-Heinz sicher viel einfacher gewesen, wenn er beispielsweise ausschließlich für die Medienarbeit auf sozialen Medienplattformen geschult worden wäre. Er hätte gewusst, wie man einen Beitrag so interessant aufbereitet, dass er nachgefragt und gelesen wird. Auch hätte er gewusst, wem er wann die Informationen zukommen lassen kann oder er hätte erfahren, dass er in solchen Fällen bitte die Presse- oder Marketingabteilung informiert. Weiter hätte er in einer Weiterbildung lernen können, wie er auf den Plattformen auf Fragen antworten kann und welche Informationen das Unternehmen verlassen dürfen. Grundsätzlich ist es natürlich am besten, wenn eine oder mehrere Personen aus einem Unternehmen dazu abgestellt werden, ausschließlich Mediaplattformen mit neuesten Informationen aus dem Unternehmen und zu bestimmten Themen zu bedienen und sich um dortige Leserreaktionen zu kümmern.

Alternativ kann dafür auch ein Pressebüro beauftragt werden. Egal! Aber beauftragt werden, sollte jemand. Ansonsten hat das Einstellen von Informationen, für ein Unternehmen, so gar keinen Nutzen.

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