Jun 16 2015

Das perfekte Verkabelungssystem

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…für HDBaseT 5Play 4K

Gastbeitrag

Abstract
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C6A RJ45 fieldplug pro 360 Quelle: Metz Connect

C6A RJ45 fieldplug pro 360
Quelle: Metz Connect

Der neue HDBT Übertragungsstandard für HD Digital Multimedia Inhalte lässt sich mit dem METZ CONNECT Verkabelungssystem über Distanzen von bis zu 100 m ohne Qualitätsverlust übertragen.

Die Anforderungen an die Bildauflösung haben mit 4K Ultra High Definition (UHD) einen neuen Standard erreicht, der in Bezug auf Bildqualität eine neue Dimension darstellt. 4K UHD hat die vierfache Auflösung gegenüber 2K Full HD, was eine schärfere und detailreichere Bilddarstellung ermöglicht.

Die Übertragungsdaten werden unkomprimiert über den Connectivity-Standard HDBaseT* versendet. Dabei werden für die digitale Kommunikation innerhalb eines Multimedia-Systems unter der Bezeichnung 5Play* zusätzliche Funktionen gewährleistet. 5Play umfasst die Übertragung unkomprimierter Full HD bzw. UHD Bildinhalte sowie aller Standard Audio-Formate, eine Übertragungsleistung von 10/100 Mbit Ethernet, Power over Cable mit bis zu 100W sowie die Übertragung von verschiedenen Steuersignalen. Diese 5Play Funktionen können mit HDBaseT mit nur einer Datenleitung (Standard Twisted Pair) übertragen werden, was die Effizienz der Verkabelungskosten optimiert.

METZ CONNECT unterstützt HDBasetT 5Play 4K Digital Multimedia durch ein Standard Cat.6A geschirmtes Verkabelungssystem (S/FTP Kabel und geschirmte Steckverbinder wie der C6A RJ45 field plug pro und das C6Amodul) für eine Strecke von bis zu 100 m.
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C6A RJ45 fieldplug pro 180 Quelle: Metz Connect

C6A RJ45 fieldplug pro 180
Quelle: Metz Connect

Wo gängige Cat.5e- und HDMI-Kabel bei 4K-Bildsignalen durch ihre elektrotechnischen Eigenschaften an ihre Grenzen kommen, können die Cat.6A Steckverbinder und Cat.7/7A-Kabel von METZ CONNECT auch bei der 4K UHD Bildsignalübertragung ohne Unterbruch und Leistungsverluste Übertragungsstrecken von bis zu 100 m erreichen. METZ CONNECT bietet damit eine Netzwerkverkabelung für die Übertragung von hochauflösenden 4K-Bildqualitäten von Quellen wie Laptops, Blue-ray-Player und 4K-Mediaplayer zu HD- und 4K-Displays.

Anwendung findet die vernetzte Anbindung von mehreren Endgeräten untereinander immer mehr im Heimbereich, Bildungswesen (Schulen, Hochschulen), Bürogebäuden, Flughäfen, Kliniken, Messen oder bei öffentlichen Übertragungen (Public Viewing).

* HDBaseT und 5Play sind eingetragene Trademarks der HDBaseT Org.


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HDBaseT™* 5Play™* Digital Multimedia Verkabelungssystem für HDBaseT™

1. Management
Die nächste Generation der Multimediainhalte im Zusammenhang mit HDBaseT™ und dessen Funktionen. Welche Aufgabe hat dabei die strukturierte Gebäudeverkabelung? Welche Rolle spielt sie bei der Übertragung von HDBaseT™-Digital-Multimedia-Inhalten? Zur Beantwortung dieser Fragen werden Funktionen, Hintergründe, Anwendungsbeispiele und Vergleiche der strukturierten Verkabelung für HDBaseT™ aufgeführt.

* HDBaseT™ und 5Play™ sind eingetragene Handelsmarken der HDBaseT™ Alliance.

2. 4K Ultra High Definition

2.1 Allgemein
Die vernetzte Anbindung von mehreren Endgeräten untereinander findet sich verstärkt in privaten Wohnumgebungen, im Bildungswesen, in Bürogebäuden, Hotels, Flughäfen, Messen oder Einkaufszentren. Es gibt z. B. verschiedene TV-Endgeräte, Beamer, Projektoren oder andere Displays verteilt über das jeweilige Gebäude, die dann von einem zentralen Blu-ray-Player, Computer, Mediaplayer oder NAS mit Medieninhalten versorgt werden können.

2.2 Auflösung
Bei der Auflösung von Bild- und Videodateien hat sich nun mit 4K Ultra High Definition TV (UHD TV) ein neuer Standard entwickelt, der in Bezug auf Bildschärfe eine neue Dimension darstellt. 4K Ultra High Definition (UHD) hat die vierfache Auflösung gegenüber Full HD (2K, 1920 x 1080 Pixel). Es bietet damit eine noch schärfere, natürlichere und detailreichere Darstellung der Bilder und ist daher die neue Referenz in der digitalen Bildwelt. Außerdem kann für 3D-Displays mit Pol-filter-Technik die volle HD-Auflösung ausgeschöpft werden.
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Tabelle 1: Auflösung und Formate von 2K-, 4K-Medien Quelle: Metz Connect

Tabelle 1: Auflösung und Formate von 2K-, 4K-Medien
Quelle: Metz Connect

Bei der Bezeichnung von UHD mit 4K wird von der Anzahl der horizontalen Pixel ausgegangen, also 4K ≈ 4000p (3840-4096 Pixel, UHD 16:9), während bei Full HD die vertikalen Pixel als Referenz gezählt wurden. HD mit 1080p (1920 x 1080 Pixel, Full HD 16:9) oder 720p (1280 x 720 Pixel, HD 16:9).
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2.3 Bild- und Übertragungsrate
Für die Übertragung von 4K-Videoinhalten ist eine enorme Bandbreite und Übertragungsrate von bis zu 10 Gbit/s notwendig. 2K Full HD mit 60 fps (frames per second, Bilder pro Sekunde) benötigt eine Datenrate von 4,46 Gbit/s. Bei 4K UHD (d. h. vierfacher Auflösung und gleicher Bildrate wie 2K) braucht es eine Datenrate von theoretisch 17,84 Gbit/s, d. h. bei gleicher Kodierung vervierfacht sich die Datenrate. 4K-Geräte werden momentan auf 30 fps oder weniger begrenzt, was eine Halbierung der Datenrate auf 8,91 Gbit/s zur Folge hat. Die halbierte Bildrate spielt bei Filmen keine Rolle, da das Rohmaterial (Quelle) üblicherweise 24 fps enthält. Die Herausforderung besteht in der Handhabung von Systemen mit 50 und 60 Bildern pro Sekunde. Eine Lösung liegt in der Komprimierung der Farbinformation, wodurch die Übertragungsrate bei 4K-UHD-Videoinhalten mit 60 fps auch wieder bei den ca. 8,91 Gbit/s liegt. Mit Hilfe der Chroma-Technologie (verwendet bei Blu-ray) wird die Chrominanz (Farbinformation) komprimiert, während die Luminanz (Helligkeitsinformation, Brillanz) gleich bleibt. Für das menschliche Auge ergeben sich dadurch keine Qualitätsverluste oder Einschränkungen der Bilder, da es bei Farbunterschieden eine geringere Sehschärfe aufweist und den Unterschied gegenüber der Helligkeit nicht so stark wahrnimmt. Die Datenrate für 4K Videos mit 60 fps liegt durch diese Komprimierung dann bei ca. 9 Gbit/s.

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Tabelle 2: Kodierung, Bild- und Übertragungsrate für 2K und 4K Quelle: Metz Connect

Tabelle 2: Kodierung, Bild- und Übertragungsrate für 2K und 4K
Quelle: Metz Connect

 

 

 

 

 

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X:X:X = Farbinformation
Farbunterabtastung: Verfahren, um die reduzierte Abtastrate der Chrominanz (Farbinformation) gegenüber der Luminanz (Helligkeitsinformation) zu speichern – Reduzierung des Speicherplatzes bzw. der Datenübertragungsrate.

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2.4 Vor- und Nachteile von 4k
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Tabelle 3: Vor- und Nachteile von 4K Quelle: Metz Connect

Tabelle 3: Vor- und Nachteile von 4K
Quelle: Metz Connect

 

 

 

 

 

 

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3. HDBaseT™ für die Übe rtragung von 5Play™ Digital Multimedia

3.1 HDBaseT™
HDBaseT™ ist ein Verbindungsstandard für unkomprimierte HD-Multimedia-Inhalte. HDBaseT™ 2.0 ist die neueste, von der HDBaseT™ Alliance veröffentlichte Technologie für ein komplettes Multimedia-Entertainment-Center, zur Übertragung von 5Play™-Digital-Multimedia-Inhalten über eine Twisted-Pair-Kupferverkabelung. HDBaseT™ ermöglicht eine kosteneffiziente und einfache plug-and-play-Lösung mit gängigen Twisted-Pair-Kabeln und RJ45-Steckverbindern in den Kategorien Cat. 5e, 6, 6A, 7 oder 7A** für ein voll umfassendes Multimedia-System. HDBaseT™ umfasst mehrere Funktionen, die unter dem Namen 5Play™ vermarktet werden. Diese bilden den Grundstein für HDBaseT™. 5Play™ fasst unkomprimierte Full-HD- bzw. UHD-Videoinhalte, Audio, 100BASE-T Ethernet, die Energieversorgung durch Power over Ethernet (PoE) bzw. Power over HDBaseT™ (PoH) mit bis zu 100 W und verschiedene Steuersignale in einer Technologie zusammen. Die Kommunikation zwischen den Geräten (TV, Soundsystem, Computer und anderen Unterhaltungselektronikgeräten) und der Zugang zu gespeicherten Multimedia-Inhalten (Musik- und Videostreaming) wird durch 100 Mbit Ethernet (100BASE-T Ethernet) mit einer Twisted-Pair-Kupferverkabelung über eine Distanz von bis zu 100 m ermöglicht. HDBaseT™ nutzt dadurch eine kosteneffiziente Verkabelungsinfrastruktur: unterschiedliche Kabel bei einer Neuinstallation oder Nachrüstung werden vermieden, in bestehenden Gebäuden sind die notwendigen Kabel eventuell schon vorhanden, da alle 5Play™-Funktionen über ein einziges Kabel übertragen werden. Da HDBaseT™ die 5Play™-Funktionen und damit auch vor allem das Übertragen von hochauflösenden Videoinhalten umfasst, wird der Fokus im vorherigen Kapitel speziell auf die enormen Datenmengen für diese HD- und UHD-Videoinhalte gelegt. Hintergrund ist die Verkabelungsinfrastruktur, die in ihrer Übertragungseigenschaft und Längenrestriktion an ihre Grenzen kommt. Daher hat man sich bei HDBaseT™ für die Twisted-Pair-Verkabelung entschieden. Die Verwendung und Spezifikationen für unterschiedliche HDMIVersionen und Twisted-Pair-Kategorien werden in einem nachfolgenden Kapitel genauer erläutert.

** Das Verkabelungssystem, die Kategorie und Klasse werden in der ISO/IEC 11801 beschrieben.
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3.2 HDBaseT™ 2.0 gegenüber HDBaseT™ 1.0

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Tabelle 4: HDBaseT™ 2.0 gegenüber HDBaseT™ 1.0 Quelle: Metz Connect

Tabelle 4: HDBaseT™ 2.0 gegenüber HDBaseT™ 1.0
Quelle: Metz Connect

4. 5Play™
HDBaseT™ umfasst mehrere Funktionen, die unter dem Namen 5Play™ vermarktet werden. Diese bilden den Grundstein für HDBaseT™. 5Play™ fasst unkomprimierte Full-HD- bzw. UHD-Videoinhalte, Audio, 100BASE-T Ethernet, die Energieversorgung durch Power over Ethernet (PoE) bzw. Power over HDBaseT™ (PoH) mit bis zu 100 W und verschiedene Steuersignale in einer Technologie zusammen und damit auch in einer Verkabelung.

4.1 Video
HDBaseT™ überträgt 2K-Full-HD-, 3D- und 4K-UHD-Videos unkomprimiert von der Quelle unidirektional an ein Netzwerk von Geräten (Punkt-zu-mehreren-Punkten) oder zu einem einzigen Gerät (Punkt-zu-Punkt). Alle HDMI-1.4-Spezifikationen werden unterstützt. Die Video-Umsetzung wird durch ein Durchlaufen über einen HDMI-Chipsatz ermöglicht.

4.2 Audio
Wie die Video-Inhalte werden auch die Audio-Inhalte über den HDMI-Chipsatz umgesetzt und unidirektional von der Quelle zum Empfänger gesendet. Es werden alle Standard-Audio-Formate unterstützt.

4.3 100BASE-T Ethernet
Die Kommunikation zwischen TV, Soundsystem, Computer und anderen Unterhaltungselektronikgeräten sowie der Zugang zu gespeicherten Multimedia-Inhalten (Musik- und Videostreaming) wird bidirektional durch 100 Mbit Ethernet (100BASE-T Ethernet) über eine gängige Twisted-Pair-Kupferverkabelung mit Cat.5e/6/6A/7/7A-Kabeln und RJ45-Steckverbindern ermöglicht.

Zur Übertragung wird ein asymmetrisches Verfahren zum Senden von Video- und Audio-Inhalten, Ethernet- und Steuerelementen von der Quelle zum Empfänger verwendet, wodurch nur 100 Mbit (für Ethernet und Steuerung) zurück bertragen wird. Für eine bessere Übertragungsqualität der unterschiedlichen Daten (Audio, Video, Steuerung, Ethernet) und um den Aufwand für den Schutz von Video-Inhalten, die die meiste Bandbreite benötigen, gering zu halten, wurde ein spezielles Kodierungsverfahren entwickelt. HDBaseT™ nutzt eine proprietäre Puls-Amplituden-Modulation, bei der digitale Daten als Kodierungsschema mit verschiedenen Gleichstrom-Niveaus mit hohen Geschwindigkeiten dargestellt werden. Dadurch können die 5Play™-Digital-Multimedia-Inhalte über ein einziges Cat.5e/ 6/6A/7/7A Kabel über eine Strecke von bis zu 100 m übertragen werden, ohne dass sich die elektrischen Eigenschaften der Drähte negativ auf die Leistung auswirken.

Obwohl HDBaseT™ die Kodierungstechnologie wie Ethernet nutzt und einen Ethernet-Kanal hat, unterscheidet sich die paketbasierende Technologie von den herkömmlichen Ethernet-Paketen. HDBaseT™ nutzt die gleiche physikalische Verkabelung und damit eine kosteneffiziente Verkabelungsinfrastruktur über ein einziges Kabel.

4.4 Steuersignale
5Play™ ermöglicht mehrere Steuersignale unidirektional vom Sender zum Empfänger für unterschiedliche Zwecke: Consumer Electronic Controls (CEC), Recommended Standard (RS-) 232, USB, Infrarot und IP-Steuerung, wodurch eine Vielzahl von Möglichkeiten geschaffen werden.

4.5 Energieversorgung
Als ein Teil von 5Play™ unterstützt HDBaseT™die Übertragung von bis zu 100 W Gleichstrom über das gleiche Cat.5e/6/6A/7/7A-Kabel. Dabei stützt sich HDBaseT™ auf den IEEE-802.at-2009-Power-over-Ethernet-Plus-(PoE+)- Standard, bei dem PoE+- Geräte ca. 25 W über zwei Leitungspaare liefern. Power over HDBaseT™ liefert über alle vier Paare bis zu 100 W. Dadurch wird Strom von der Energiequelle am Transmitterende zum Empfängergerät über die HDBaseT™- Verbindung, d. h. über die Ethernet-Verkabelung übertragen. Weitere Kabel und Steckdosen sind daher nicht erforderlich.

5. Warum HDBaseT™-Verkabelungssystem?

  • Distanz von bis zu 100 m
  • HDBaseT™ überträgt Video, Audio, 100 Mbit Ethernet, Steuerungssignale und Spannungsversorgung über ein einziges Kabel
  • hochqualitative, unkomprimierte 4KUHD-Videos und alle 3D-Videostandards
  • einfache Verkabelung mit Cat.5e/6/6A/7/7A-Installationskabeln und Cat.5e/6/6A-RJ45-Steckverbindern
  • Kosteneffizienz durch kostengünstige Infrastruktur der Klasse D/E/EA und geringere Installationskosten durch theoretisch nur ein Kabel für alle Anwendungen
  • geringere Kosten für die Elektroinfrastruktur durch eine Energieübertragung innerhalb HDBaseT™ von bis zu 100 W mit Power over HDBaseT™ (PoH)
  • HDBaseT™ als Standard: Stellt Mitgliedern offizielle Rahmenbedingungen zur Verfügung, die herstellerübergreifende Produktkompatibilität und Standard-Konformität sichern.
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6. Anwendungsbeispiele für HDBaseT™

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Abbildung 2: Vorteile und Kundenanforderungen für HDBaseT™ Quelle: Metz Connect

Abbildung 2: Vorteile und Kundenanforderungen für HDBaseT™
Quelle: Metz Connect

Abbildung 3: Beispiele für HDBaseT™-Anwendungsgebiete Quelle: Metz Connect

Abbildung 3: Beispiele für HDBaseT™-Anwendungsgebiete
Quelle: Metz Connect

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6.1 Aufbaustruktur
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Abbildung 4: Generelle Aufbaustruktur der Verkabelung und Schnittstellen für HDBaseT™ Quelle: Metz Connect

Abbildung 4: Generelle Aufbaustruktur der Verkabelung und Schnittstellen für HDBaseT™
Quelle: Metz Connect

Typischerweise werden die HDBaseT™- Matrixumwandler und -Transmitter verwendet, um mehrere Quellen, Input-Geräte/-Schnittstellen zu sammeln (mit unterschiedlichen Schnittstellen, wie z. B. HDMI) und dann die 5Play™-Funktionen über HDBaseT™-Receiver an die Empfänger wie Displays oder direkt HDBaseT™- fähigen Geräte zu übertragen bzw. die digitalen Medien dort wiederzugeben. Die Verbindung zwischen Quelle und Abspielgeräten/ Displays wird über die Twisted-Pair-Kupferverkabelung nach ISO/IEC 11801 der Klasse D/E/EA mit Komponenten der Kategorie 5e/6/6A/7/7A hergestellt. Für die Verbindung der HD-BaseT™-Geräte ist also nur ein einziges Kabel notwendig, um alle Funktionen von 5Play™ bis zu 100 m weit zu übertragen.

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6.2 Verkabelung mehrerer HDBaseT™-Geräte
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Abbildung 6: Verkabelung mehrerer HDBaseT™-Geräte Quelle: Metz Connect

Abbildung 6: Verkabelung mehrerer HDBaseT™-Geräte
Quelle: Metz Connect

In Abbildung 4 wird das Prinzip einer Verbindung zwischen einer Multimedia-, genauer gesagt Videoquelle, und einem Abspielgerät (Bildschirm) über HDBaseT™ und einer einzigen Twisted-Pair-Verkabelung dargestellt. Nach diesem Prinzip können weitere HDBaseT™-Switche, -Transmitter und -Receiver oder HDBaseT™ -fähige Geräte verbunden werden. An der Struktur ändert sich prinzipiell nichts, außer dass mit jeder Verbindung eine zusätzliche Twisted-Pair-Verkabelung einhergeht. Folgend wird die Umsetzung der Verkabelung mehrerer Geräte dargestellt, die an den jeweiligen Standorten mit dem HDBaseT™-Switch verbunden sind. Es ist auch möglich, die Quellen an einem HDBaseT™-Switch zu sammeln und dann auf die HDBaseT™-Receiver oder direkt HDBaseT™-fähige Geräte an unterschiedlichen Standorten und Räume zu gehen, wie es in Abbildung 5 gezeigt wird.

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6.3 Aufbau der Netzwerkinfrastruktur im Gebäude mit Anbindung von HDBaseT™ über verschiedene Verkabelungslösungen
Für die Umsetzung der Verkabelung in unterschiedlichsten Anwendungsgebieten gibt es viele Lösungen. Im Folgenden werden einige Lösungen für die Verkabelungsinfrastruktur für HDBaseT™ und das Netzwerk anhand von verschiedenen Komponenten und der Anzahl der Nutzer gezeigt. Der HDBaseT™-Switch oder –Transmitter kann bei der Netzwerkverteilung direkt über ein Patchkabel mit dem Switch oder dem Router verbunden werden, um das HDBaseT™-System mit dem Netzwerk und dem Internet zu verbinden.

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7. Erreichen von bis zu 10 Gbit/s Datenübertragungsrate für HDBaseT™ 5Play™

7.1 Datenübertragungsrate für HDBaseT™

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Tabelle 5: Übertragungsrate für 2K und 4K über HDMI Quelle: Metz Connect

Tabelle 5: Übertragungsrate für 2K und 4K über HDMI
Quelle: Metz Connect

HDBaseT™ über Kupfer unterstützt die HDBaseT™-Alliance-Spezifikationen für die Kompatibilität mit anderen HDBaseT™-Geräten über Twisted-Pair-Kabel. Auch durch die reduzierte Bildrate und das Chroma-Subsampling benötigt 4K eine enorme Bandbreite, wodurch die Anforderungen an die Verkabelung und damit auch an die Länge extrem hoch sind.

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7.2 Längenrestriktion für HDBaseT™-HDMI- Verkabelung
Die HDMI-Kabel werden anders als die HDMI-Spezifikationen für Schnittstellen in fünf Kabeltypen aufgeteilt:

• Standard-HDMI-Kabel

• Standard-HDMI-Kabel mit Ethernet

• Standard-Automotive-HDMI-Kabel

• High-Speed-HDMI-Kabel

• High-Speed-HDMI-Kabel mit Ethernet.

Jedes der oben genannten Kabel erfüllt einen bestimmten Leistungsstandard. Die Kabel dürfen laut HDMI-Organisation nicht mehr wie zuvor mit den HDMI-Versionsbzw.- Spezifikationsnummern beworben werden, die unterstützten Schnittstellen müssen in der Produktbeschreibung aufgeführt werden. Grund dafür ist, dass sich mit den Versionsnummern nicht die Leistung der Kabel oder Geräte zwangsläufig unterscheidet, sondern sich diese nur in den unterstützten Funktionen bzw. Schnittstellen unterscheiden. Ein System, das nicht alle Funktionen benötigt, braucht daher auch nur ein Kabel der entsprechenden Leistungskategorie.

  • Von der HDMI-Organisation sind bisher max. 15 m Länge vorgesehen.
  • Längere Kabel müssen bessere Hochfrequenzeigenschaften aufweisen, um eine fehlerfreie Datenrückgewinnung im Empfänger zu gewährleisten.
  • Kabelqualität und Empfangseigenschaften des HDMI-Empfängers sind ausschlaggebend.
  • Bis 5 m sind auch minderqualitative Komponenten ausreichend (problematisch in Konferenzräumen oder ähnlichem mit z. B. Monitoren oder Projektoren usw.).
  • Ab 10 m ist im Bereich von hochauflösenden und ultrahochauflösenden Bildern mit Übertragungsfehlern zu rechnen.
  • Längere Strecken sind durch Signalrepeater möglich, jedoch sind mit diesen Geräten wiederum höhere Kosten verbunden, die mit einer Verkabelung ohne zwischengeschaltete Geräte vermieden werden können (Twisted-Pair- Kupferverkabelung).
  • Ebenso können längere Strecken mit Extender auf Lichtwellenleiter ermöglicht werden.
  • HDMI 2.0 definiert keine neuen Kabel oder Steckverbinder, aktuelle High- Speed-Kabel sind jedoch fähig, die Bandbreite zu übertragen.
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Tabelle 7: HDMI-Kabeltypen Quelle: Metz Connect

Tabelle 7: HDMI-Kabeltypen
Quelle: Metz Connect

7.3 Längenrestriktion für HDBaseT™-Twisted-Pair-Verkabelung
Übertragung über Cat.5e/6A durch PAM (Phasen-Amplituden-Modulation) Kodierung mit 100 MHz:

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  • Durch die Einfügedämpfung und den geringeren Kopplungswiderstand für Störungen zwischen den Adern und äußeren Störeinflüssen liegt die Längenrestriktion bei ungeschirmten Cat.5e-UTP-(AWG 24)-Kabeln (und ungeschirmten Steckverbindern) bei ca. 50 m.
  • Bei Cat.5e S/UTP (oder F/UTP) AWG 24 liegt die Längenrestriktion bei ca. 70 m.
  • Mit Cat.7/7A S/FTP AWG-22-und 23-Kabeln und Cat.6A-Steckverbindern können Strecken von bis zu 100 m erreicht werden, da zum einen die Einfügedämpfung durch den Durchmesser (AWG 22 und 23) bei gleicher Strecke geringer ist, der Kopplungswiderstand aufgrund zum anderen der Schirmung größer und damit die Störsignale geringer sind. Es kann das gleiche Nutzsignal bei einer größeren Entfernung genutzt werden.

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Tabelle 8: Übertragungsstrecke verschiedener Komponenten der Kupferverkabelung Quelle: Metz Connect

Tabelle 8: Übertragungsstrecke verschiedener Komponenten der Kupferverkabelung
Quelle: Metz Connect

Während bei der Bandbreite für 4K-UHDVideoinhalten die mögliche Kabelstrecke mit Cat.5e und Cat.6 Produkten deutlich unter 100 m liegen kann, sind mit Cat.6 Akomponenten oder höher Links von bis zu 100 m möglich.

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7.4 Lichtwellenleiter im Vergleich zur Kupferverkabelung
Einige HDBaseT™-Geräte haben eine Schnittstelle für Lichtwellenleiter, wodurch es möglich ist, die Geräte über längere Strecken miteinander zu verbinden und trotzdem eine Bandbreite von 10 Gbit/s zu erhalten. Folgend werden die Vorteile von Lichtwellenleitern gegenüber der Kupferverkabelung sowie die erreichbaren Längen mit den entsprechenden Komponenten erläutert.

  • hohe Bandbreite –große Datenmengen mit hoher Geschwindigkeit
  • lange Reichweite –Signalaufbereitung in größeren Abständen
  • elektrisch nicht leitend –keine EMV-Maßnahmen oder galvanische Trennung zwischen Sender und Empfänger notwendig –Verlegung neben und innerhalb von Hochspannungsleitungen
  • Verwendbar in explosionsgefährdeten Bereichen
  • kein Über- oder Nebensprechen
  • hohe Abhörsicherheit
  • geringer Platzbedarf, geringes Gewicht
  • unbegrenzte Ressourcen

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7.4 Erreichbare Längen mit Lichtwellenleiter
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Tabelle 9: Erreichbare Längen mit unterschiedlichen LWL-Multimodefasern Quelle: Metz Connect

Tabelle 9: Erreichbare Längen mit unterschiedlichen LWL-Multimodefasern
Quelle: Metz Connect

 

 

 

 

 

 

 

 

Tabelle 10: Erreichbare Längen mit LWL-Singlemodefaser OS2  Quelle: Metz Connect

Tabelle 10: Erreichbare Längen mit LWL-Singlemodefaser OS2
Quelle: Metz Connect

 

 

 

 

 

 

 

 

Tabelle 11: Geeignete LWL-Multi- und Singlemodefasern mit Reichweite für HDBaseT™ Quelle: Metz Connect

Tabelle 11: Geeignete LWL-Multi- und Singlemodefasern mit Reichweite für HDBaseT™
Quelle: Metz Connect

 

 

 

 

 

Patrick Hirt – Junior Product Manager

Metz Connect

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