Apr 30 2020

Wirtschaftswachstum in Zeiten von Coronahysterie

Nachdem die Regierung es nun geschafft hat, die deutsche Wirtschaft innerhalb von sieben Wochen zu ruinieren, tritt ein Bundeswirtschaftsminister Herr Peter Altmaier  auf den Plan und beginnt, die kommenden Hiobsbotschaften für die Wirtschaft scheibchenweise zu offerieren. Gleich vorweg, was Herr Altmaier sagt, ist so nicht korrekt.

  • Er bestätigt die Tatsache, dass wir 5,1 Prozent Arbeitslose haben, wobei jeder weiß, dass diese Zahl durch 1-€-Jobber, Weiterbildungszwang und ähnliches, schon immer geschönt ist. So kann man davon ausgehen, dass es 7 –  Prozet sind. Wie dem auch sei. Herr Minister Altmaier geht davon aus, dass sich dieser Wert von 5,1 Prozent nur um 0,7 Prozentpunkte erhöhen wird. Das kann schlecht sein, werden doch jede Menge Unternehmen in die Insolvenz gehen. So geht der Kreditversicherer Coface von gut 11 Prozent in Deutschland, 25 Prozent weltweit aus. Auch mir scheinen diese Zahlen durchaus berechtigt.
  • Der Wert dürfte also eher um 3,6 Prozentpunkte auf 8,7 Prozent steigen. Wenn weitere 1-€-Jobber und Weiterbildungszwänge eingesetzt werden, wird diese Zahl immer noch bei 7,9 Prozent liegen.
  • Herr Minister Altmaier geht davon aus, dass sich das Wirtschaftswachstum bei -6 Prozent für dieses Jahr stabilisieren wird. Auch diese Zahl ist schwer nachvollziehbar. Durch die Insolvenzen und das Kurzarbeiten ist eher mit -10 bis -12 Prozent zu rechnen.  Allein Airbus hat schon 20 % = 1/2 Mrd. Verlust und Milliarden im niedrigen zweistelligen Bereich verbrannt und sind aktuell in Kurzarbeit.
  • Herr Minister Altmaier geht von einem Rückgang der Exporte von -12 Prozent aus. Hier ist besonders fraglich, wie er auf diese Mikrozahl kommt. Hängt doch der Export in dieser Situation nicht von der Nachfrage anderer Länder ab, sondern von deren Wirtschafts- und damit Kaufkraft. Statt mit -12 Prozent, sollten hier eher mit -18 Prozent gerechnet werden. Und das nur unter der Bedingung, dass sich die EU-Staaten auf adäquate Finanzhilfen untereinander einigen, wobei Deutschland sicher wieder die finanzielle Hauptlast wird tragen müssen. In diesem Zusammenhang darf nicht vergessen werden, das erstens alle EU-Staaten von Corona besucht wurden und zweitens Amerika eines unserer Hauptexportländer genauso betroffen ist.
  • Präsident Trump wird sicher Importe auf ein Mindestmaß reduzieren, um die heimische Industrie zu stützen. Um das zu erreichen gibt es viele Möglichkeiten.
  • Exporte sind immer noch eine Frage der Importe. Hier kann es für Deutschland schwer werden, können die meisten Industriebranchen ihre Produkte doch nur unter Bezug von vielen Halbzeugen und Anderem herstellen, wenn diese auch lieferbar sind. Da viele Länder aber in medizinischer Hinsicht nicht so gut aufgestellt sind, wie Deutschland, ist es durchaus möglich, dass vielen ausländische Unternehmen schlicht das Fachpersonal fehlt, sodass die Herstellung von Exporten lange dauert, was bei uns zu Produktions- und damit zu Lieferengpässen führen wird. So gibt es beispielsweise Ventilatoren, die bestehen aus bis zu 1.000 Teilen. Wenn da 10 fehlen …
  • Kurzarbeit: Auch hier irrt Herr Minister Altmaier. Er geht von 3 Millionen Kurzarbeitern durch die Coronakrise aus. Hier sollte Herr Minister Altmaier eher mit 5 Mio. rechnen. Allerdings resultiert diese Fehlschätzung aus seinen Fehlschätzungen der Zahlen zu Im- und Export, zu Wirtschaftswachstum und zu den Arbeitslosenzahlen.
  • Doch diese ganzen Fehlschätzungen zusammengenommen, tragen seine pseudooptimistische Prognose, das wir schon im nächsten Jahr ein Wirtschaftswachstum von wieder +5 Prozent und eine Erhöhung der Wirtschaft schon im 2. Halbjahr dieses Jahres haben werden, nicht.

Zusammenfassend kann gesagt werden: Die Arbeitslosenzahlen werden genauso in die Höhe schnellen, wie die Insolvenzen. Wirtschaftswachstum wird vorerst für die deutsche Wirtschaft ein Fremdwort sein. Exporte wird es nur mit extremsten, fast selbstzerstörerischem Unternehmensservice geben. Exporte nach Amerika werden regierungspolitisch fast unmöglich gemacht. Lieferzeiten für dringend benötigte Halbzeuge u. ä. werden viel Geduld der Besteller erzwingen. Dieses zweite Halbjahr wird geprägt sein von Stagnation, Insolvenzen, Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit.  Viele, sehr viele Väter und Mütter werden ihre Kinder besser kennen lernen als sie sich je erträumten, weil sie in Kurzarbeit sind. Das nächste Jahr wird ein Jahr des Nullwachstums. Und erst in den nächsten zwei bis fünf Jahren wird sich die deutsche Wirtschaft wieder erholt haben. Dies unter der Voraussetzung, das uns nicht die nächste Katastrophe ereilt.

Außer Herr Wirtschaftsminister Peter Altmaier weiß etwas, was er nicht sagt, was aber zu vermuten ist. Nämlich, dass sich die Coronapandemie Mitte Mai totgelaufen haben wird.

Doch dazu demnächst mehr.

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